Hallo Bay Bear Camp

hallobay1Sonntag, 19. Juni 2016

Liebe Freunde,

ich sitze in der Lounge der Kenai River Princess Lodge, einer Edel-Lodge am Kenai-Fluß. Heute mittag sind wir aus dem Bären-Camp ausgeflogen worden, nach einem geplanten Aufenthalt von zwei Tagen, und einer ungeplanten Verlängerung von weiteren zwei Tagen, bedingt durch absolut schlechtes Wetter, keine Sicht, der Flieger konnte uns da nicht rausholen. Wir haben wahnsinnig viel erlebt. Aber ich habe nur noch ein paar Minuten, dann macht die Lounge hier zu. Fakt ist, es geht uns extrem gut, wir haben vier Tage mit Bären in der Wildnis des Katmai National Park verbracht, dabei auch zwei hochinteressante Guides und drei interessante Amis kennen gelernt. Und viele, viele Stunden mit den Bären verbracht, sowie auch mit den Wölfen dort! Wir haben ungezählte Bilder und Videos. Es ist mir nicht möglich, Euch einen vernünftigen Ausschnitt dieser Erlebnisse zu präsentieren. Folgt alles irgendwann. Jetzt sind wir wieder in der Zivilisation, und morgen fahren wir mit der Fähre nach Valdez. Vielleicht wird es dann ein bisschen ruhiger! Aber vermutlich nicht. Macht es gut, Eure Irene

PS. Die beiden Bären auf den Bildern sind Geschwister, ein Männchen und ein Weibchen. Sie sind drei Jahre alt und wurden gerade von der Mutter entwöhnt, deswegen hängen sie noch so aneinander. Das Weibchen trägt einen Kragen mit GPS und Sender. Sie waren immer zusammen, und jeder wußte immer genau, wo der andere gerade ist. Und sie haben viel gespielt – alle Kämpfe, die man sieht, sind reines Spiel. Wir haben sie stundenlang beim Gras fressen auf einer Sumpfwiese beobachtet, und dann beim „clamming“, d.h. beim Ausbuddeln von Muscheln bei Niedrigwasser. Das war abends gegen 20 h, und hier wird es ja nicht dunkel. Aber es war abends etwas kühler und herrlich für die Bären (denen es leicht zu heißt wird), deshalb sind sie ausgelassen über die Wattflächen getobt. Einmal kamen sie bis auf etwa drei Meter an uns heran, haben uns angeschaut, sind aber dann kommentarlos weitergegangen. Diese Begegnung ist ein anderes Mal völlig anders verlaufen – das kann man nur mündlich erzählen.

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